Selbstbefragungswerkzeuge sind „Journals“, die dir mit regelmäßigen Schreibritualen helfen können, auf unbewusste negative Muster, Instanzen und Glaubenssätze aufmerksam zu werden und diese zu heilen und zu regulieren. Mit ihrer Hilfe lernst du, dich achtsam selbst zu beobachten und zu hinterfragen, ohne dich in dysfunktionalen Gefühls- und Gedankenspiralen zu verlieren. Die Selbstbefragungswerkzeuge dienen der Selbstreflexion, Introspektion und Selbstbesinnung.
Vergangene Erinnerungen und Erfahrungen, sowie Trauma, können in deinem unbewussten Gedächtnis (implizites Gedächtnis) und in deinem Körper gespeichert werden und sich dort auf negative Weise festsetzen und haften bleiben. Eine Fehlregulation des Nervensystems ist die Folge. Stressreaktionen wie Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsmodi können entstehen.
Begegnen einem im Alltag sogenannte „Trigger“, also Auslöser bzw. Reize, die den Körper oder das Unterbewusstsein an die negativen Erfahrungen erinnern, dann kommt es meist zu dysfunktionalen Verhaltensweisen. Die Emotionsregulation fällt einem schwer und man findet sich selbst in negativen Gedankenspiralen wieder.
Regelmäßige Schreibrituale sind ein mächtiges Werkzeug, mit dem unbewusste Gefühle und Erfahrungen besser verarbeitet werden können. Das Schreiben führt dazu, dass Gefühle von Stress, Angst und Anspannung von der Amygdala bewusst im präfrontalen Kortex des Gehirns verarbeitet werden können. Dadurch können sich die Amygdala und auch das limbische System des Körpers, das Kampf-, Flucht- und Erstarrungsreaktionen steuert, beruhigen. Stress wird reduziert.
Das Besondere beim „Journaling“ ist, dass sich diese Form der Selbstbeobachtung auf das innere Erleben konzentriert, also auf die Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen und Gedanken. Wenn man Schreibrituale in seinen Alltag einbringt, kann das dazu führen, dass man beginnt zu verstehen, warum man bestimmte Emotionen, Reaktionen und Gedanken zeigt und erlebt. Nach einiger Zeit kann man diese bewusster steuern und deren Intensität im Erleben lässt nach.
„Journaling“ kann ein sehr effektives Werkzeug sein, wenn es darum geht, etwas zu verarbeiten und loszulassen. Ich empfehle, 1–2 Seiten am Tag zu bearbeiten und bei Bedarf auch zu wiederholen, sodass das eigene System nicht überfordert wird. Dreimal die Woche sollte das Minimum sein, jeden Tag das Maximum der Bearbeitungszeit. Sollten während der Bearbeitung starke Emotionen entstehen, mache eine Pause und warte, bis sich dein Innenleben beruhigt hat. Fahre fort, wenn sich die Anspannung gelöst hat. Gebe dir dafür Zeit.
Die Arbeit mit „Selbstbefragungsjournals“ und Schreibritualen ersetzt keine professionelle Psychotherapie. Die „Journals“ sollten nicht während einer akuten Krise bearbeitet werden.
Zu allen Themen aus den „Journals“ findest du in meinem Shop spannende Podcasts. Wenn du dein Wissen vertiefen möchtest, eignen sich diese wunderbar dafür. Meinen Shop mit allen kostenfreien und kostenpflichtigen Inhalten findest du unter https://buymeacoffee.com/yourfavoriteshrink.
Außerdem findest du auf meiner Homepage wertvolle und nützliche Werkzeuge, die dir helfen, die „Journals“ zu bearbeiten. Darunter z. B. eine Liste an Gefühlen oder eine Liste an Bedürfnissen. Wenn du mir auf Social Media folgen möchtest, kannst du das auf Instagram oder YouTube tun. @yourfavoriteshrink oder #yourfavoriteshrink
Diese Selbstbefragungswerkzeuge mit folgenden Themen findest du in meinem Shop:
Infoblätter und einen ersten „Sneak Peek“ zu den Inhalten der Selbstbefragungswerkzeuge findest du auf meiner Homepage unter https://www.magdalenawerner.de/yourfavoriteshrink/schreibrituale/sneak-peek/