Im Laufe meiner Berufsjahre fiel mir zunehmend auf, wie schlecht psychisch erkrankte Menschen in Deutschland ambulant versorgt sind. Für die ambulante Therapie müssen viele Voraussetzungen erfüllt sein und meist muss eine lange Wartezeit in Kauf genommen werden. Auch die Kostenübernahme ist nicht immer sicher. Andere ambulante Angebote, wie Selbsthilfegruppen, Stammtische etc. gibt es kaum.
Stationäre Angebote wie die DBT beinhalten das Problem, dass man für Wochen aus dem sozialen Umfeld gerissen wird. Wenn man berufstätig ist oder Familie hat, ist dies nicht einfach und auch nicht immer zu empfehlen.
Es ist wichtig, sich vor einer Behandlung, wenn diese nicht akut sein soll, zu fragen, welche Therapie die richtige ist. Welche Art von Hilfsangebot also passend für die persönliche Lebensweise ist und gleichzeitig auch hilfreich.
Größtenteils werden Menschen, die im Zuge ihrer psychischen Erkrankung an einer akuten Sucht, Eigen- oder Fremdgefährdung (Suizidalität) oder einer anderen akuten Krise leiden, weder ambulant noch stationär für eine Therapie aufgenommen. Hier bietet es sich zunächst an, eine Vorbehandlung in Anspruch zu nehmen, wie z. B. eine Entgiftung oder einen Aufenthalt in der Psychiatrie. Auch kann die Einnahme von bestimmten Medikamenten zur Stabilisierung dienlich sein.
Hier bieten meine Kurse folgenden Vorteil: Wenn du z. B. einen Rückfall erleidest oder in einer Krise bist, musst du nicht gleich den ganzen Kurs abbrechen, wie das normalerweise bei einer Therapie der Fall ist. Du kannst ihn pausieren oder parallel zu jeder Behandlung durchführen. Einmal gebucht, bleiben dir die Inhalte für immer erhalten und du kannst immer wieder darauf zurückgreifen.
Für professionell Tätige ist es von Vorteil, da die Onlinekurse wie eine kleine Minifortbildung sind. Ich stelle gerne Zertifikate aus. Die Kurse können flexibel und von zu Hause aus absolviert werden.
Angehörige können die Onlinekurse flexibel in ihren Alltag integrieren und gemeinsam mit den Betroffenen teilnehmen. So kann ein sog. „Helferteam“ aufgebaut werden.
Warum Therapie für Borderline Patienten oft schwierig ist?
Therapeutinnen und Therapeuten sehen Borderline-Patientinnen und -Patienten meist in einem kontrollierten Setting. In diesem sind die Regeln klar bestimmt und die Zeitperiode ist kurz und festgelegt. Also werden die Patienten nicht so gesehen, wie sie im realen Leben agieren. Die ganze Aufmerksamkeit gilt in dieser Zeit dem Patienten/der Patientin. Aber eigentlich sind die schwersten Situationen für Borderline-Betroffene die, in denen sie sich provoziert, abgewiesen, ignoriert oder verlassen fühlen.
Nehmen wir also mal eine klassische 55 min. Therapiestunde. In diesem Setting besteht eine Umwelt, in der 100 % der Aufmerksamkeit alleine auf die Betroffenen gelegt werden. Also können in diesem Moment eigentlich nur die Therapeutinnen und Therapeuten als Triggergefahrenquelle infrage kommen und sonst nichts. Außerdem birgt dieses Setting die Gefahr, dass die Fassade des Menschen, der unter emotionaler Instabilität leidet, gar nicht fällt. Diese dient schließlich der Sicherheit und dem Entgegenwirken jeglicher Trigger. Es kommt recht häufig vor, dass in der Therapie dann gar kein ehrlicher Austausch stattfinden kann, weil die Betroffenen sich nicht öffnen. Dies ist Teil des Krankheitsbildes. Die Erwartung besteht aber vonseiten vieler Therapeutinnen und Therapeuten und wird oft nicht zur Genüge geklärt oder erklärt.
Dass der Therapeut/die Therapeutin zur Triggerquelle wird, kann passieren. Meist wird daraufhin dann die Therapie ohne Reflexion abgebrochen. Oder die Regeln sind festgelegt und werden streng kontrolliert. Deshalb kommt es im Umgang nicht zu Triggern. Gleichzeitig werden Therapeutinnen und Therapeuten auch nicht zu der sozialen Person, die Bindungsängste – wie auch soziale Ängste – mit Betroffenen bearbeitet (Gefahr der Co-Abhängigkeit). Ein weiterer Punkt, warum es im therapeutischen Setting nicht oft zu Auseinandersetzungen kommt, ist die große Angst vor Zurückweisung von vielen Patienten und Patientinnen. Therapieplatzverlust und Ausschluss aus dem stationären Bereich können tiefe Krisen hervorrufen.
Wenn nun ambulante und stationäre Therapien so erfolgreich wären, warum gibt es dann so viele Abbrüche, Rückfälle, selbstverletzende Verhaltensweisen? Jetzt, weil das zum Krankheitsbild dazugehört und nicht vermieden werden kann. Dysfunktionales Verhalten gehört in die Therapie, da genau das Heilung und Betreuung benötigt. Betroffene können nicht nur darüber reden, wie Situationen stattfinden (geistige Ebene). Sie müssen sie auch durchleben dürfen, um dann eventuell neu erlerntes, funktionales Verhalten einsetzen zu können oder ggf. die Situation und das Verhalten danach in Therapie reflektieren zu können (emotionale Ebene und Verhaltensebene). Findet dies dann aber statt, wird die Therapie meist beendet und die Patienten müssen von vorn anfangen, sind hilflos und orientierungslos wie zu Beginn. Wichtig ist, sich bewusst zu machen, dass unser Gesundheitssystem das nicht auffangen kann. Dafür ist es nicht ausgerichtet und die einzelnen Stellen wie Psychiatrie, Therapie und ambulante Versorgung arbeiten nicht ausreichend Hand in Hand. Das heißt, es ist von äußerster Wichtigkeit, dass sich Betroffene einen Notfallplan zurechtlegen, der auf ihre eigenen Bedürfnisse ausgerichtet ist und im Alltag greifen kann. Teil dieses Planes können z. B. meine Angebote bilden. Sie ersetzen keine Therapie, dienen aber als Ergänzung, genau wie die „Selbstbefragungswerkzeuge“.
Wegen all dieser Faktoren tickt „der/die Patient/in“ dann in Therapie nicht aus. Wenn Borderline-Betroffene vor dem Personal nicht überreagieren oder austicken, kommt es oft dazu, dass das therapeutische Team feststellt: Alles stimmt mit dem/der Patienten/in. Es kommt zu einer Überschätzung und den Betroffenen wird zu viel zugemutet.
Es kommt dann vor, dass der „professionelle Helfer“ sich sicher ist, dass die Betroffenen es schaffen. Dieser Druck, dieser Glaube an die Patienten führt bei Borderlinern aber zu regelrechten Zusammenbrüchen nach therapeutischen Sitzungen. Diesen Glaubenssatz zu etablieren, zu validieren und an ein nicht vorhandenes Selbstwertgefühl oder eine Identität zu appellieren, ist kontraproduktiv und absolut nicht zu empfehlen. Danach kommen eine Leere und eine Ohnmacht. Die Mutlosigkeit, das alles nicht schaffen zu können. Ich selbst habe diesen Effekt in der eigenen Arbeit oft erlebt und meiner Meinung nach falsch gehandhabt, aber auch bei vielen Kolleginnen und Kollegen beobachten können, sowie bei Patientinnen und Patienten.
Erzwungene, künstliche und unauthentische Umwelten und Settings, unter Zeitdruck zu sein – genau das sind die sozialen Gefüge und Milieus, die BPS und emotionale Instabilität mit entstehen lassen. Dass Patienten übertreiben oder dass jeder andere das gleiche Problem habe, ist demnach nicht richtig und auch kein gesunder Ansatz für eine Therapie!
Deshalb wird der Fokus in meinen Kursen zum Thema „Borderline“ vorrangig darauf gelegt, zunächst sich selbst und das eigene Verhalten zu verstehen, es zu akzeptieren, die eigene Identität zu finden und sich als Person emotional zu stabilisieren. Meiner Meinung nach sollte dies die Grundvoraussetzung für eine Therapie sein. Ist diese nicht gegeben, ist eine Therapie schier unmöglich und wir finden uns bei dem Begriff der „Drehtürpatienten“ wieder. Diese machen eine Therapie nach der anderen, aber nichts ändert sich.
Eine der schwierigsten Aufgaben in der Arbeit mit Borderline ist, Betroffene davon zu überzeugen, dass ihre Wahrnehmung verzerrt ist. Dies führt ja dazu, dass Patienten jegliche Sicherheit, Identität und Orientierung verlieren. Würden Sie sich von jedem x-beliebigen Menschen destabilisieren lassen? Natürlich nicht. Dafür braucht es Vertrauen und ein sicheres Setting. Meiner Meinung nach kann kein Angebot, das derzeit auf dem Markt ist, dieses Versprechen leisten, und deshalb ist auch die Therapie so schwer. Wie wäre es für dich, in einem bestimmten Zeitfenster einfach deine ganze Orientierung zu verlieren, dich vollkommen neu definieren und finden zu müssen, und dann sollst du nach ein paar Wochen oder Monaten ein verändertes Leben führen? So funktioniert das leider nicht. Borderline ist eine ernst zu nehmende Krankheit und diese erfordert eine klare Krankheitseinsicht und somit eine gut strukturierte und individuell auf die Person abgestimmte Therapie. Der Bewusstwerdungsprozess negativer Glaubenssätze und Schemata, die emotionale Instabilität abverlangen, ist langwierig. Selbst in einem stationären Setting mit einer Dauer von 6 Monaten kaum umsetzbar. Wie soll es dann also 1 × die Woche ambulant mit 55 min passieren? Das A und O bei psychischen Erkrankungen ist die eigene Psychoedukation, damit man eine Basis für stabile Selbsthilfe legen kann. Wenn ich weiß, ich bin krank, wenn ich weiß, ich bin eingeschränkt, dann muss ich mein Leben so gestalten, dass ich lerne, mit der Erkrankung umzugehen, und mir Strategien überlegen, die mich halten, wenn eine Krise zuschlägt.
Also sollten Mitarbeiter/innen aus dem helfenden Bereich, sowie Angehörige niemals diese verzerrte Wahrnehmung validieren, herabspielen, sagen, es sei normal, oder sagen, die Patienten hätten doch die Fertigkeiten und Ressourcen, es anzugehen und zu erkennen. Hätten sie diese, hätten sie keinen Leidensdruck und wären nicht in Behandlung.
Strategien der Emotionsregulation zu erlernen und eine Identität aufzubauen sind im Erwachsenenalter äußerst schwierig, sie sind aber die Grundlage für alle weiteren Heilungsprozesse. Zunächst mal muss erkannt und akzeptiert werden, dass etwas nicht stimmt. Niemals darf validiert werden, die Betroffenen hätten diese Kompetenzen und müssten nur darauf zugreifen. Nein, sie haben sie nicht, und genau das ist das Problem.
Meine Angebote dienen dazu, dass Betroffene, aufgeklärt werden, Kompetenzen erlernen, ihre Erkrankung verstehen, Gedanken hinterfragen, Glaubenssätze ändern usw., um generell stabiler und selbstsicherer zu werden.
Schon im Mutterleib und bei Säuglingen beginnt das Erlernen der Emotionsregulation. Werden diese Entwicklungsstadien verpasst oder traumatisiert, muss die erwachsene Person unglaublich nachholen. Das bedeutet Konfrontation mit dem eigenen Selbst und schwere Arbeit.
Ein weiterer Punkt, warum Therapien nicht greifen, ist schlichtweg die Tatsache, dass Betroffene nicht bereit für eine Therapie sind. Es gibt Menschen, die für sich keinen Ausweg mehr sehen und nicht therapierbar sind. Bitte mach dir bewusst, dass dies nur einen kleinen Prozentsatz von Betroffenen ausmacht. Meist sind dann noch andere Erkrankungen vorhanden, die eine Therapie und Selbstreflexion zusätzlich erschweren. Die meisten Borderline Betroffenen haben einen tiefen Leidensdruck und möchten ihre Situation verändern.
Borderline kann man in den Griff bekommen, es wird als vorübergehende Erkrankung beschrieben, man kann sogar komplett heilen. Aber nur mit dem richtigen Ansatz. Es kommt stark auf die Ausprägung, den Charakter der betroffenen Person und die eigenen Ressourcen an. Es ist eine individuelle Störung der Persönlichkeit, man muss selbst individuell dafür sorgen. Ich halte alle Betroffenen dazu an, sich mit dem Thema Eigenverantwortung zu konfrontieren und sich weiterzubilden.
Wie zuvor erwähnt, mein Angebot ersetzt keine Therapie, dennoch ist es ein Schritt, den man gehen kann, um selbstwirksam in seinem eigenen Tempo mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung zu leben und zu arbeiten. Ohne Zeitdruck, im vertrauten Zuhause, eventuell mit einer Vertrauensperson zusammen oder in einer Gruppe. Aufklärung, Selbstermächtigung und Empowerment, sind fester Bestandteil meiner Angebote. Für eine Therapie oder Beratung, stehe ich zusätzlich gerne zur Verfügung.
Die Angebote geben eine Richtung vor, man kann sich daran orientieren, halten muss man sich erst mal an nichts. Man nimmt mit, was man für sich benötigt, den Rest lässt man zurück.
Mein Angebot bietet den Vorteil, zeitlich flexibel und unabhängig zu sein. Wenn der Wunsch besteht, kann man mit anderen Teilnehmern in Kontakt treten oder auch nicht, das kann vorwiegend bei sozialen Ängsten von Vorteil sein. Man muss sich nicht mit anderen treffen. Auch kann man das Material alleine daheim erarbeiten, ohne sich und seine Probleme sofort einer Gruppe oder Therapeutinnen und Therapeuten zu offenbaren. Für manche Menschen kann das erst mal unangenehm sein. Es ist ein niederschwelliges Angebot. Auch kann man einen Kurs nach dem anderen buchen. Man muss nicht raus aus bestehenden familiären Verhältnissen oder aus dem Job, man kann die Kurse sofort im Alltag testen und anwenden. Das ist sogar erwünscht. Für manche ist es unangenehm, sich mit anderen Betroffenen auseinanderzusetzen. Borderline zeigt sich in seinem Ausdruck sehr individuell, und nur weil man dieselbe Diagnose hat, muss man automatisch im Miteinander einer Gruppe harmonieren.
Auch ist es möglich, die Angebote vollständig anonymisiert zu absolvieren. Diesen Aspekt finde ich sehr hilfreich, z. B. wenn man nicht im Gesundheitssystem auftauchen will, in der Öffentlichkeit steht oder generell seine Privatsphäre aus persönlichen Gründen schützen möchte. Psychische Erkrankungen sind noch immer stark stigmatisiert. Einigen Betroffenen hilft es, mit der Krankheit offen umzugehen und andere Menschen daran teilhaben zu lassen. Andere wiederum brauchen Phasen und Zeiten, in denen sie die Dinge nur für sich selbst ausmachen. Eine Psychotherapie erfordert meist die vollständige Entblätterung von Personen, was meiner Meinung nach für Hilfe nicht notwendig ist.
Mein Angebot ist stark darauf ausgelegt, dass du selbst weißt, wie viel du dir zumuten kannst, und dich ggf. zurückziehen kannst. Solange, bis Trigger und Krise bewältigt sind, ohne dabei einen Therapieplatzverlust fürchten zu müssen.
Häufig gestellte Fragen:
Ja, alle meine Angebote, dienen der Unterstützung und Selbsthilfe. Sie greifen viele wichtige und wertvolle Themen auf, die Borderline-Betroffenen in der Therapie begegnen. Z. B. Schemata, negative Glaubenssätze, das Nervensystem, das innere Kind etc.
Ja, das eignet sich besonders gut für Betroffene oder Angehörige, die z. B. Stammtische oder Selbsthilfegruppen leiten oder anderweitig anderen Betroffenen helfen und ihr Wissen teilen möchten.
Nein, eine Rückerstattung ist nicht möglich, da das digitale Produkt als "gebraucht" gilt, sobald es gekauft wurde. Um Unzufriedenheit zu vermeiden, stelle ich immer "Sneak Peeks" (eine Vorschau) zur Verfügung. So bekommst du einen Einblick und kannst dann entscheiden, ob dich die Inhalte interessieren.
Hej, mein Name ist Magdalena Werner und ich habe mein Angebot entwickelt, um Menschen die Möglichkeit zu geben, sich außerhalb von stationären Settings und ambulanten Therapien mit dem Thema Borderline und emotionaler Instabilität zu beschäftigen. Die Kursinhalte spiegeln meine jahrelange Berufserfahrung wider und bauen auf gängigen Therapiemethoden wie der DBT – dialektisch-behavioralen Therapie und dem STEPPS-Training – Systematic Training for Emotional Predictability & Problem Solving auf. Meine Zusatzausbildungen, z. B. in der Bindungstheorie, Traumatherapie oder auch der frühkindlichen Entwicklung, bereichern die Kursinhalte zusätzlich.
Meine beruflichen Erfahrungen, sowie meine absolvierten Aus- und Weiterbildungen kannst du meiner Homepage entnehmen.
Zusätzlich fließen auch meine privaten Erfahrungen als Angehörige in mein Kursangebot ein.
Bitte bedenke, dass meine Angebote der persönlichen Weiterbildung und der Psychoedukation dienen. Sie ersetzen keine professionelle Therapie. Alle meine Angebote können aber als Ergänzung und Unterstützung zu einer Therapie dienen. Wenn du Interesse an einer Beratung oder Therapie hast, kannst du diese immer zusätzlich buchen.